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Eigene Räume für die Musikschule Freiburg e.V.

Ein eigenes Haus für die Musikschule Freiburg ( z.B. in der Stadthalle) und eigenen Räumen in den Stadtteilen mit garantiertem Zugang

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie anfällig eine dezentral arbeitende Institution wie die Musikschule Freiburg ist. Von 30 Schulen bleiben der Musikschule aktuell (Stand 27.11.20) noch 6 Schulen, in denen noch unterrichtet werden kann. Durch den Einzug in Räume der Stadthalle konnte die Situation verbessert aber nicht gelöst werden. Die Räume sind nur behelfsmäßig gedämmt, das bedeutet der Schall dringt also durch und produziert ungewollte kammermusikalische Situationen zwischen den Unterrichtsräumen. Von den 15 zur Verfügung gestellten Räumen könne aktuell (27.11.12) nur 7 gleichzeitig genutzt werden. Zudem können ca. 30-35% der Schüler*innen nach wie vor nicht unterrichtet werden und gegenüber dem Vorjahresstand gibt es 30% weniger Neueinteilungen an Schüler*innen. Die musikalische Früherziehung – ein wesentlicher Bestandteil der Musikschularbeit und die Orchester- und Ensemblearbeit liegen am Boden. Bis wieder größere Konzerte und Projekte möglich sind wird das zwei Jahre dauern. Wohlgemerkt ist das bei den Musikschulen in den Nachbarstädten (Lahr, Offenburg, Waldkirch, Emmendingen) nicht so, weil alle diese Musikschulen eigene Häuser haben. Eine Zoom-Konferenz des Landesverbands Deutscher Musikschulen am 16.10.20 hat offenbart, dass Freiburg die einzige! Musikschule in Baden- Württemberg ist mit einer solch prekären Situation.

Die Stadthalle wäre als fester Standort ideal, am dezentralen Unterrichtskonzept hält die Musikschule Freiburg weiterhin fest, da der Unterricht dadurch in die Nachmittagsbetreuung der Schulen integriert werden kann. Dadurch, dass Schüler*innen der Zugang zu musikalischer Bildung direkt in den Stadtteilen ermöglicht wird, schafft man Bildungsgerechtigkeit.
Somit braucht die Musikschul dringend autonome Räume in den Stadtteilen, die unabhängig von der Betretungsverordnung allgemeinbildender Schulen sind. 

Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion, Eure Kommentare, Ideen und Vorschläge.

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Stadthalle als Haus der Kulturen

Stadthalle als Haus der Kulturen – Gemeingut für Gemeinwohl

Konzept für Trägerschaften und Nutzung der Stadthalle der Initiative KulturRettungFreiburg

in Zusammenarbeit mit den Unterzeichner*innen der Petition

Da im kommenden Jahr der Gemeinderat beschlossen hat, dass die Stadtverwaltung eine Machbarkeitsstudie für die Stadthalle in Auftrag gibt, müssen wir als Kulturschaffende gemeinsam aktiv werden. Die zentrale Frage für die Nutzung der Stadthalle ist:
wie kann ein Finanzierungs- und Trägerschaftskonstrukt realisiert werden, dass zumindest eine Teilrefinanzierung der laufenden Kosten (Zinstilgung und Betriebskosten) garantiert?

Konzept für Trägerschaften und Nutzung der Stadthalle:

Die Stadthalle Haus der Kulturen mit breitem Spektrum an Veranstaltungs- und kulturelle Ausbildungsmöglichkeiten werden mit einem klaren Akzent auf das Gemeinwohl – eingebettet zwischen Musikhochschule und Ensemblehaus, ideal angebunden an die öffentlichen Verkehrsmittel.

      • mit breitem Spektrum an Veranstaltungs- und kulturellen Ausbildungsmöglichkeiten

      • Musikzentrum mit festem Sitz der Musikschule Freiburg und Räumen der Musikhochschule, (enge Zusammenarbeit in der Musikpädagogik durch Praxis & Forschung & gemeinsame Ausbildung, Labormusikschule)

      • Café als Begegnungs-und Aufenthaltsmöglichkeit

      • Büroräume

      • Kinder-/Hausaufgabenbetreuung durch einen Freiburger Träger

      • Skateparcours auf der Wiese vor der Stadthalle

      • Großer Veranstaltungssaal für: Konzerte, Tanzaufführungen, Kabarett, Ausstellungen,

        Performances, Slam Poetry, intermediale Projekte. Beat battles, Streatdance

      • Gemeinsame Education Projekte für Schulkassen und Seniorengruppen

        von Musikschule, Musikhochschule, ensemble recherche, ensemble aventure und Freiburger

        Barockorchester)

      • Open air Veranstaltungsbereich für open air Konzerte, Eröffnung des Klong-Festivals

        Finanzierung

        Finanzierungskonstellation für die Baufinanzierung und (Teil-) Refinanzierung der laufenden Kosten:

      • Genossenschaftlichen Einlagen (mit der Stadthalle als Gemeingut für Gemeinwohl: z.B. als genossenschaftliche Einlage der Stadt)

      • Stiftungseinlagen z.B. durch: https://www.bundesstiftung- baukultur.de/netzwerkeintrag/stiftung-baukulturerbe

      • Landesmitteln (Musikhochschule)

      • kommunale Mittel

      • Kredite der KfW

      • (Teil-) Refinanzierung durch Wahl der Trägerschaften (Kinderbetreuung, Café, Büroräume,

        Mieten für Veranstaltungen)

      • Crowdfunding (z.B. youtubeSong der Musikschule in Kooperation mit weiteren Trägern und

        sehr vielen Akteuren, z.B. 100) Offene Fragen:

• Wie kann man in solch ein Finanzierungskonstrukt Möglichkeiten für fiskalische Abschreibungen für Investoren mitaufnehmen?

• Wie können die verschiedenen Bedarfe der Trägerschaften durch den Raum der Stadthalle abgedeckt werden?

Schritte/Vorteile:

  • Die Stadt bringt dazu die Stadthalle als Gemeingut für Gemeinwohl ein.

  • Genossenschafter*innen zeichnen Anteile (zwischen 100€ und 1000€). Über Crowdfunding könnte der Bürgervereine höhere Anteile an der Genossenschaft zeichnen und hätte somit

    stellvertretend für die Einlagen der BürgerInnen Mitspracherecht in der Genossenschaft

  • Die konkrete Konstellation der verschiedenen Trägerschaften ist Teil der Projektentwicklung

  • Erfahrungsgemäß haben genossenschaftliche Unternehmen/Institutionen die geringste Insolvenzrate

  • Wichtig ist hierfür die Genossenschaftliche Satzung und als wichtiges vertrauensbildendes Moment die Hürden der Genossenschaftlichen Eintragung durch die Prüfung seitens des Genossenschaftsbundes (für die Eintragung der Stadthalle als Genossenschaft)

    Ein Umdenken beim Begriff Rendite:

  • die Rendite der Stadthalle als Haus der Kulturen wäre ein kulturelles Zentrum im Freiburger Osten als Begegnungsmöglichkeit für verschiedenste Gruppen der Gesellschaft

  • in Anbetracht der demoskopischen Entwicklung und der Entwicklung der Arbeitswelt:

    -Angebote für Senior*innen direkt vor Ort
    -kurze Wege für Familien
    -interkulturelle Begegnung über Musik-Kunst-Theater-Tanzprojekte, -Begegnungsmöglichkeiten für Alt und Jung: evtl. Lesepatenschaften, Sprechförderungsangebote) 

 

Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion, Eure Kommentare, Ideen und Vorschläge.

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Room Sharing

Room Sharing um für baldmöglichste Veranstaltungen sehr gut vorbereitet zu sein

    • room sharing ist ein Notfallplan für die Ausnahmesituation, in der wir uns alle gerade befinden

    • room sharing für Veranstaltungs-/Probemöglichkeiten und Konferenzen kultureller

      Einrichtungen

    • was wir jetzt brauchen ist ein solidarisches Umdenken und solidarisches neu Handeln

    • Aufbau von Vertrauen aller Teilnehmer*innen untereinander

    • Mitspracherecht bei der Überlassung von Räumen mit solidarischer Verpflichtung der einzelnen Institutionen

    • Das Maß an Raumvergabe-Kapazitäten hängt ab von der finanziellen Unterstützung einer Spielstätte (desto mehr Förderung, desto mehr Möglichkeiten bestehen zur Raumüberlassung)

    • Wo befindet sich die Schmerzgrenze der Spielstätten als Verhandlungsgrundlage

    • Evaluation des room sharing-Konzepts nach 3-4 Monaten

    • Konkrete Umsetzung findet z.B. in Hamburg statt: https://www.chorona.lmr-hh.de

Es ist klar, dass das room sharing in Corona-Zeigten durch die DIN-Verordnungen der Reinigung der sanitären Einrichtungen und Stühle etc. sowie den Betretungsbedingungen öffentlicher Räume/Gebäude (Ländersache) kein leichtes Unterfangen ist – aber was bleibt uns anderes, als die Ressourcen die wir haben sinnvoll zu nutzen?

Es ist weder kulturpolitisch noch volkswirtschaftlich sinnvoll, dass größere Spielstätten leer stehen, während kleine Veranstaltungen raumbedingt nicht stattfinden können. Vor allem kleinere Ensembles/Veranstaltungen hätten unter diesen Bedingungen größere Chancen, wieder in größerer Zahl auftreten zu können, was die Situation für Solo-Selbständige erheblich verbessern würde.

Auswahl an Spielstätten:

  • Theater, E-Werk, Jazzhaus, kleiner Saal des Konzerthauses, Paulussaal, Musikhochschule, Pädagogische Hochschule, Kaufhaussaal, Bürgerhäuser (am Seepark, Zähringen), wenn auch Gemeindeübergreifend, das Forum Merzhausen

  • Kirchen in Freiburgund Umgebung (Mietsponsoring der Kirchen für die nächsten 5 Monate für kleinere Ensembles, die nicht bereits kommunal oder durch Landesmittel gefördert werden, die Miete wäre dann lediglich Heiz- und Hausmeisterkosten)

    Dafür bräuchte es:

  • Eine Bestandsaufnahme der Raumressourcen gemeinsam durch alle Spielstätten

  • Koordination des room sharings durch z.B. das Kulturamt (eine Plattform, ähnlich wie doodle

    aber betreut durch eine Ansprechperson)

  • Die Veranstalter klären auf kurzem Weg untereinander, welche Programme/Konzerte in ihrem Haus möglich sind (möglicherweise wird es auch gelungen Ergänzungen und Synergien geben können)

  • Virtuelle Pinnwand/Tauschbörse für einfacher handhabbare Raum-/Equipement-Anfragen (z.B. suche Raum für Konzert mit bis zu 30 Personen, biete streaming-Equipement)

  • Klärung der Kostenübernahme für das Personal (Einlass, Garderobe, Reinigung, Hausmeister)

  • „Auflistung, Bereitstellung und kostenlose Überlassung von städtischen Sälen, Aulen, Foyers, Bürgerhäusern für Konzerte und Proben. Sie stehen oft tageweise oder zumindest abends leer und könnten mit gutem Zeitmanagement, wie es für Sportler auch bei den Freiburger Sporthallen funktioniert hat, von Künstlern genutzt werden.“ Beispiel für das room sharing: im Jazzhaus soll ein Konzert stattfinden, zu dem 300 Konzertbesucher*innen erwartet werden. Unter Corona-Bedingungen ist das nicht möglich, aber im Theater wäre das Konzert möglich. Dafür ermöglicht das Jazzhaus der Musikschule Freiburg ihre Gesamtmitarbeiterkonferenz mit 55 Personen im Jazzhaus abzuhalten, die die Musikschule Corona- bedingt nicht mehr in Ihren Räumen realisieren kann. Zeitgleich kann in dieser Zeit im Studio der Musikschule eine Quartett-Probe stattfinden eines Freiburger Ensembles usw.

    2.1 alternative Konzertformate

  • Konzerte am selben Tag zu unterschiedlichen Zeiten im selben Raum

  • Konzerte zu früheren Zeiten in der Herbst-/ Winter-Zeit (weil früh dunkel)

  • Es wäre denkbar, dass man z.B. auch mittags Konzerte anbietet, ggf. auch unter der Woche.

    Murat Coskun hat in New York einige Konzerte zur Mittagszeit unter der Woche gegeben (um halb eins, Mittagspause), riesige Räume waren total voll. Vielleicht gibt es in Freiburg dafür ebenfalls Potential. Dann könnte man am frühen Nachmittag, frühen Abend und dann am Abend. Je nach Publikum, dass man ansprechen möchte, könnten es auch zu den verschiedenen Tageszeiten ganz unterschiedliche Programme sein.

  • Die Spielstätten müssten ggf bereit sein, früher zu öffnen

  • Spielstätten/-orte im öffentlichen Raum (Innenhof Uni KGII, Mensagarten, Mensa-Brunnen

 

2.2 Streaming

Es wäre wünschenswert, dass man Räume hat (wie das E-Werk o.ä.), von wo denen aus Konzerte/ Veranstaltungen mühelos gestreamt werden können – wo also die Technik bereits vorhanden ist. 2.3 Luftfilter-Anlagen

  • professionelle Luftfilteranlagen für kleinere Veranstaltungsräume wie den Kaufhaussaal oder Clubs und Musikkneipen

  • für größere Veranstaltungsräume Anschluss von Luftfilteranlagen an bestehende Lüftungsanlagen (Zuschuss über Bundesmittel!) 

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FWTM-Mieten

Vermietung der Spielstätten durch die FWTM:

Um wirtschaftlich noch darstellbare Veranstaltungen realisieren zu können, soll es ermöglicht werden, dass die seit Juli bestehende Ermäßigung der Netto-Mieten von 50% noch weiter verbessert werden. Konzerte sind immer noch finanziell sehr schwierig, da a) die Ermäßigung nur bzgl. der Netto-Miete gilt und b) was schwerwiegender ist, z.B. beim Kaufhaussaal die Ganztagsmiete fällig wird, sobald ein Ensemble zwei kürzere Konzerte veranstalten möchte, um mehr (immer noch nur 2/3 des normalen Publikums bei Ausverkauf) erreichen zu können.

  • als konkrete Option: ermäßigte Mieten im Paulus-Saal im Rahmen des Raumnutzungskontingents der Stadt

  • Anpassung der Mietdauer für den Kaufhaussaal und andere vergleichbare Spielstätten, damit zwei kürzere Konzerte möglich sind, ohne dass die Miete für eine Ganztagsbenutzung anfällt (im Kaufhausaal ist z.B. je nach Bestuhlung Platz für bis zu 350 Personen, je nach Bestuhlung sind aber nur maximal 100 Personen als Publikum zugelassen. Um hier wirtschaftlich darstellbare Veranstaltungen zu realisieren, braucht es mindestens zwei Veranstaltungen mit reduziertem Publikum) 

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